GESCHICHTE
In zahlreichen Hinweisen über die historische Entwicklung des Obstbaus im Pinzgau wird Bramberg als der beste Platz für Gedeihen und Pflanzung von Fruchtbäumen bezeichnet. Bereits um 1850 werden in Berichten die kultivierten Apfelsorten Zwiebler, Borsdorfer, Weinling und Spitzling erwähnt, aber auch schon ein reichliches Birnensortiment ist vorhanden, z. B. Rotbirne
(Salzburger Birne) oder Kaiserbirne.
Nach der Jahrhundertwende prägten Kaspar Rendl, langjähriger Obmann des OGV Bramberg, und sein Nachfolger Georg Steiner, vulgo Reitlbauer in Wenns, den obstbaulichen Aufschwung in Bramberg. Die erste Generalversammlung wurde 1966 abgehalten. Vor allem Georg Steiner nahm sich um den bäuerlichen Obstbau an. Auf der Schattenseite des Salzachtales gelegen, von den gefürchteten Spätfrösten verschont, erzielte er in seinem großen Baumgarten, dem jetzigen Nationalpark Pomarium, mit allen Wirtschaftssorten der Region ausgezeichnete Erfolge. 1979 übernahm der exzellente Fachmann Josef Fankhauser die Geschicke des Bramberger Obstbaus.
Seit März 2001 ist Toni Lassacher der Obmann des Vereines.
Vom Oberpinzgauer Obstbau berichtet 1841 Ignaz Kürsinger, der Pfleger von Mittersill:
„Wirkliche Obstbaumkenntnisse besitzen in dieser Gegend nur Jakob Schranz, Bauer am Schlossergut in Niedernsill, und Martin Steger vom Huthmanngut in Bramberg. Beide beschäftigen sich mit den Künsten des Veredelns und treiben sogar einen nicht unbedeutenden Handel. Die meisten Landwirte lassen sich von diesen die Obstbäume mehr oder weniger anlegen.”
Der kleine Ort Bramberg im Oberpinzgau war so mit Stegers obstbaulichen Tätigkeiten bereits im vorigen Jahrhundert ein Zentrum einer erfolgreichen Obstkultur im Gebirge.